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  • Termine

    Samstag, 28.01.2017 19:30 Uhr
    Ball des Sports
    Ort: Halle Münsterland

    Im Download-Bereich

    • Landesprogramm "1000 x 1000"
    • Antrag auf Leistungssportförderung
    • Antrag auf Grundförderung
    • Sportabzeichen 2016
    • Friedensreiter: Infos und Antrag
    • Antwortfax und Rückansicht des Deutschen Sportausweis

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    SSB Aktuell Ausgabe 3/2016

    Klicken Sie auf das Bild, um die Ausgabe 3/2016 der SSB Aktuell als PDF-Datei (15,1 MB) zu sehen.

    Broschüre: Bewegt GESUND bleiben - Bewegt ÄLTER werden; 1. Auflage 2016

    BGBBAEW-Broschuere-2016.pdf

    Sport und Gesundheit - Sport im Seniorenalter: Wo finde ich welches Angebot? Ein Navigator für Sportvereinsangebote in den Stadtteilen Münsters

    Sportangebote für Menschen mit und ohne Behinderung

    Integrative-Angebote-Titelblatt.pdf

    468 K

    2016-aktuelleINTEGRATIVE-ANGEBOTE.xls

    11.9 M

    Stellungnahme des SSB Münster zur 'Weiterentwicklung der städtischen Bäderlandschaft'

    doc01995920160620150736.pdf

    354 K
  • Ball des Sports 2016 im MCC Halle Münsterland

    Der Ball des Sports - am Samstag, 30. Januar 2016 im MCC Halle Münsterland.

    Klicken Sie hier, um Bilder der Veranstaltung zu sehen und hier um das Grußwort von Jochen Temme zu lesen.

    Klicken Sie hier für alle Informationen zu den Preisträgern der Ehrenplakette des SSB.

    Show des Sports 2016 in der Sporthalle Berg Fidel

    Am Freitag, 04.11.2015 fand die 17. Ausgabe der Show des Sports in der Sporthalle Berg Fidel statt.

    Klicken Sie ->hier<- für Bilder und weitere Informationen rund um die Veranstaltung.

    Voll ist out

    Klicken Sie auf das nebenstehende Bild, um auf die Internetseite der Kampagne Voll ist out zu gelangen

    Ball des Sports 2017

    Informationen zum Ball des Sports 2017 finden Sie ->hier<-

    Münster Aktiv

    muenster-aktiv201601.pdf

    Münster Aktiv Ausgabe 01/2016 (Erstausgabe)

Die „Sportabzeichen-Elf“ wird ausgezeichnet

Elf Männer sind in der absolvierten Sportabzeichensaison zu Jubilaren aufgestiegen. Und die komplette Elf erschien zur Auszeichnung beim Stadtsportbund Münster (SSB), der gemeinsam mit dem Sportamt Jahr für Jahr jene Dauerbrenner einlädt, die sich im besten Sinn als sportlich-hartnäckig gezeigt haben.

Bürgermeisterin Karin Reismann, der SSB-Vorsitzende Jochen Temme, die Sportabzeichen-Beauftragte Christa Lindfeld und Thorsten Imsieke vom Sportamt stießen mit einem Glas Sekt oder wahrweise Saft „auf die Gesundheit“ an, denn die zu wahren ist der Sinn des Wettbewerbs um den  Fitnessorden. „Was wir von Mai bis Oktober auf unseren Stützpunkten anbieten können, auf denen die Prüfungen absolviert werden, spricht für das große Breitensportangebot Münsters“, weiß Karin Reismann das selbst einzuschätzen. Stellt sie sich doch, genau wie Jochen Temme, immer wieder aufs Neue den Sportabzeichen-Aufgaben. „Sie alle tragen dazu bei, dass Münster im landesweiten Vergleich stets gut abschneidet“, lobte Temme die Aktiven, die auch als personifizierte Werbeträger in Sachen Sportabzeichen Wirkung in der Öffentlichkeit erzielen.

Mit seinen 92 Jahren hat Dr. Bernhard Bischoff das 40. Abzeichen seine Karriere erworben und Stützpunktleiter Bruno Münster wusste Bemerkenswertes zu berichten: „Dr. Bischoff hat die 25-m-Schwimmstrecke in 27 Sekunden gepackt.“ Über die viermal so lange (Wasser-)Distanz, im Kugelstoßen und Schleuderballwurf absolvierte der Rüstige weitere Prüfungen. „Über die 200 m habe ich ganz schön kämpfen müssen“, erzählte Dr. Bischoff. Er kämpfte und kam ans Ziel.

Bereits das 55. Abzeichen darf sich Leonhard Bernklau ans Revers heften, der einst beim Joggen in Telgte die Schlüssel-Erfahrung machte, durchhalten zu können trotz der Einwände des „inneren Schweinehundes“. Einmal über den Punkt hinaus gekommen, blieb er dem Sport treu. 50 Abzeichen darf jetzt Walter Blume sein Eigen nennen, der als 18-Jähriger die Premiere absolvierte und nach überstandenen Verletzungsphasen wieder eingestiegen ist. Auch als 20-facher Marathon-Absolvent.

Bernklau und Blume werden, dies wusste Christa Lindfeld, im Mai nächsten Jahres auch vom Landessportbund geehrt, der die Jubilare ab 50 Abzeichen stets auf die größere Bühne holt. „Für mich sind Sie alle auch Spitzensportler“, lobte Karin Reismann alle Unverzagten und Motivierten gerne.

Sportabzeichen-Jubilare in 2016
Leonhard Bernklau (55 Abzeichen), Walter Blume (50), Helmut Tewocht, Johannes Hermann Steffens, Peter Guhrauer, Harry Mans, Dr. Bernhard Bischoff (alle 40), Karl Wendland (35), Karl-Heinz Schöbel, Heiner Thomas (beide 30), Burkhard Leydag (25)

Sportlich.Weiblich.Am Start !

Am Donnerstagabend trafen sich 20 Frauen in den Räumlichkeiten des Stadtsportbundes Münster (SSB) zu der ersten von drei Auftaktveranstaltungen zur Gründung eines Netzwerkes für Frauen in Führungspositionen in Münsteraner  Sportvereinen. „Sportlich.Weiblich.Am Start!“

Mit großem Interesse und Spaß am Meinungsaustausch, beschäftigten sich die Frauen aus insgesamt 14 Mitgliedsvereinen des SSB Münster mit dem Workshop-Thema „Ich bin eine Marke – doch welche?“. Professionelle Anleitungen erhielten die gut gelaunten Teilnehmerinnen von der Referentin Kerstin Peren, die versiert durch den Abend führte.

Das Projekt des SSB Münster ist ein Baustein für die Umsetzung der Europäischen Charta in Münster: - Münster. Fair - wo 2009 u.a. die Absicht erklärt wurde, Mädchen und Frauen zu stärken und bei ihren ehrenamtlichen Tätigkeiten in den Münsteraner Sportvereinen zu fördern.

Bereits im Frühjahr 2016 gaben Nachfragen seitens der Leiterin des Frauenbüros, Frau Arndts-Haupt, den Anstoß, sich in einem Arbeitskreis mit der Förderung von Frauen in Führungspositionen im Sport erneut näher zu befassen. 

Das dort erarbeitete Projekt sieht ein selbsttragendes Netzwerk für Frauen in Führungspositionen im Sport in Münster vor. Dabei steht das Anliegen, mehr Mädchen und Frauen  für das Ehrenamt auch mit Führungsverantwortung zu gewinnen, im Vordergrund.

Zunächst sollen Kontakte bei der Teilnahme an drei Workshops geknüpft werden. Dabei können die Teilnehmerinnen freiwillig ihre Kontaktdaten in eine beim Stadtsportbund gepflegte Datenbank eintragen  lassen. Später können die eingetragenen Mitglieder des Netzwerkes über diese Datenbank – z.B. bei Problemen im eigenen Verein – Hilfestellung von anderen Mitgliedern abfragen.

Das Projekt wird mit Mitteln des Landessportbundes (LSB) NRW gefördert.

Gegenüber der Gleichstellungsbeauftragten des SSB Münster, Claudia Aßkamp, äußerten sich Vertreterinnen des LSB sehr interessiert am Münsteraner Weg, das beim LSB NRW angesiedelte Programm Frauen in Führung („FIF“) und das ebendort entwickelte Mentoring für Frauen im Sport abgewandelt in Münster umzusetzen.

Interessierte Frauen aus den Sportvereinen in Münster können sich an die Geschäftsstelle des SSB Münster wenden, um weitere Einzelheiten zu erfahren. Auch auf der Homepage wird demnächst berichtet.

Müntefering motiviert: Zum Wandertag in den Zoo bewegt

Viele Seiten kooperierten, um den nächsten Wandertag in den Allwetterzoo Münster auf die Beine stellen zu können. Und auf eigenen Beinen erwanderten sich viele Münsteraner und Gäste am Ziel die Möglichkeit, für nur fünf Euro Eintritt auch noch Führungen mitmachen zu dürfen.

Nicht zuletzt motivierte sicherlich der überzeugte Sauerländer mit Wohnsitz Herne, Franz Müntefering, als ehemaliger Vizekanzler und SPD-Bundesminister zum Mitmachen. Der 76-Jährige ist seit Anfang 2013 Botschafter des Landessportbund-Programms namens „Bewegt ÄLTER werden in NRW“ und begrüßte bereits zum zweiten Mal nach 2015 mit dem Klartext, den man von ihm gewöhnt ist, gerne die im Zoo angekommenen Aktiven. Die hatten die Chance, ein Angebot von zwölf münsterischen Vereinen zu nutzen und von verschieden Startpunkten loszulaufen. Die Laufkarte in der Hand ging es dann durch den Zoo-Eingang. Eine 30-köpfige Gruppe nahm die zentrale Route mit Startpunkt Gesundheitshaus und wurde von Fachkräften begleitet.

Müntefering dankte dem Stadtsportbund Münster, für den Thomas Lammers (Sportjugend) und Gabriele Völker-Honscheid (Projektkoordinatorin der „Bewegt“-Programme) die Aktion Hand in Hand mit dem Allwetterzoo umsetzten. Schon der Weg an sich habe, so „Münte“ nach der Begüßung durch den SSB-Vorsitzenden Jochen Temme, den Mitmachenden „Bewegung und Begegnung zugleich“ gebracht. „Der Landessportbund weiß, wie wichtig es ist, sich um die Bewegung der Älteren zu kümmern. 600 000 LSB-Mitglieder sind über 60“, rechnete Müntefering hoch. Niemand müsse in dem Alter als Renner auffallen, „aber wir dürfen auch nicht den Treppen aus dem Wege gehen. Wir neigen ja dazu, die Bewegungsvermeidung zu wählen.“

So ein Wandertag könne als beispielhaft dafür gelten, „gemeinsam in der Bewegung etwas gegen die Einsamkeit zu tun.“ Am besten motiviere man sich „mehrmals die Woche“ dazu, sich in Gang zu setzen. Denn dann „bleibt man auch im Kopf fit. Nur im Liegestuhl zu verharren, Gesundheitspillen zu nehmen und das TV-Programm zu verfolgen“ sei keine kluge Strategie im Alter. „Sicher ist es am besten, wenn man jung anfängt mit der Bewegung – aber es geht auch, später damit anzufangen!“ Die regelmäßige (Fort-)Bewegung im Alltag könne bereits als zentrale wie individuelle Fitnesseinheit organisiert werden.

Für die Bewegung hin zum Zoo sorgten (v. links) Thomas Lammers, LSB-Botschafter Franz Müntefering, Gabriele Völker-Honscheid und Jochen Temme
Die Sportjugend im SSB empfing an ihrem Stand vor dem Zoo die bis hierher Gewanderten

SSB-Mitgliedsvereine bestätigen Temme und wählen ein neues Trio in den Vorstand

Eine auf drei Positionen neu besetzte Vorstandsmannschaft führt der Stadtsportbund-Vorsitzende Jochen Temme in seine vierte und, wie er ankündigte, auch letzte Amtszeit. Der 70-Jährige, im April 2010 als Nachfolger von Prof. Günter Willmann an die SSB-Spitze gerückt, wurde bei der Mitgliederversammlung in den Räumen der LVM-Versicherung am 2. Mai 2016 ebenso einstimmig in seinem Amt bestätigt wie der Stellvertretende Vorsitzende Roland Wischermann (Bereich Leistungssport). Beide haben neue Mitstreiter in den nächsten beiden Jahren.

Denn die Vertreter von 39 Vereinen, die zur Abgabe von insgesamt 113 Stimmen standen, sowie die weiteren Stimmberechtigten wählten für drei Zuständigkeitsbereiche neue Stellvertretende Vorsitzende: Claudia Aßkamp vom THC Münster folgt Mechthild Sprock (Breitensport) im Amt, Sabine Thöne vom TuS Hiltrup folgt auf Heinrich Rövekamp (Recht und Sportstätten), Michael Schmitz von Borussia Münster folgt auf Bernd Finke (Ressort Finanzen). Schmitz, der 2. Vorsitzende des Grevingstraßen-Clubs, übernimmt mithin die Aufgaben des Borussia-Vorsitzenden, der sechs Jahre lang im SSB wirkte und nicht mehr kandidierte.

Deutlich länger verantwortlich waren Mechthild Sprock, seit 1992 nämlich, und Rövekamp, der auf eine 17-jährige Vorstandstätigkeit zurückblickte. Beide stellten sich ebenfalls nicht mehr zur Wahl, beide wurden zu Ehrenmitgliedern berufen – diese Art von Auszeichnung wurde bislang nur Siegfried Winter und Matthias Fell zuteil. Mechthild Sprock bedankte sich ihrerseits („Ich habe es nie bereut, den Posten übernommen zu haben.“) und Jurist Rövekamp („Es stehen qualifizierte Nachfolger parat.“) wünschte sich und allen den Erhalt der Selbstständigkeit der Sportverwaltung.

Dass inzwischen in 200 SSB-Mitgliedsvereine 91.503 Menschen organisierten Sport treiben und der Organisationsgrad in Münster, bezogen auf die Einwohnerzahl, mit rund 30 Prozent bemerkenswert hoch ist, schreibt Temme den Clubs selbst zu. „Das ist ihr Verdienst“, sprach er die Vereinsverantwortlichen direkt an. Trotz der Steigerung, hielt Temme in seinem Bericht fest, „warten wir seit langem vergeblich auf die Erhöhung der Sportfördermittel.“ Die liegt auch eingedenk der Verwaltungsverrechnungen „bei unter zwei Prozent“ im Etat der Stadt. „Dies ist aus Sicht des Sports für eine Stadt wie Münster eher beschämend“, wertete Temme.

„Kassenwart“ Finke erläuterte in seinem letzten Bericht die Etatzahlen. 2015 habe der SSB rund  647.000 Euro eingenommen. Die Gesamtausgaben summierten sich auf 623.000 Euro. Der Wirtschaftsplan für 2016 stellt einen Etat von 639.000 Euro auf.

Münster OB Markus Lewe sprach in seinem Grußwort auf der Mitgliederversammlung von den „epochalen Herausforderungen“ für die Stadt durch diejenigen, „die zu uns kommen.“ Die Aufgabe sei nur gemeinsam zu schultern – also gerade mit den Vereinen. Lewe plädierte für eine Förderung solcher Clubs, die sich für das Zusammenleben in Münster engagieren. Zu Gast waren auch Stadträtin Claudia Wilkens, Bürgermeisterin Karin Reismann, Sybille Benning (MdB/CDU), Thomas Marquardt (MdL/SPD) sowie Vertreter aus dem Sportamt und dem Sportschausschuss.

Neuer Vorstand: Der neue und alte Vorsitzende Jochen Temme nimmt für zwei weitere Jahre die Arbeit auf und weiß Claudia Aßkamp, Sabine Thöne, Roland Wischermann und Michael Schmitz (von links) an seiner Seite.
Verabschiedung: Jochen Temme dankte Bernd Finke, Mechthild Sprock und Heinrich Rövekamp (von links) für deren jahrelange Mitarbeit im SSB-Vorstand.

Kampagne des LSB NRW: Das habe ich beim Sport gelernt

Auf das Banner klicken um zur Webseite der Kampagne zu gelangen

Flüchtlinge fit in Karate

doc01650520160406090429.pdf

Artikel der Westfälischen Nachrichten vom 06.04.2016

192 K

Der Kontaktmann für Flüchtlinge

doc01180320160107111626.pdf

Artikel der Westfälischen Nachrichten vom 07.01.2016

0.9 M

Vortrag: Sporttreiben in Münster

Sporttreiben-in-MS.pdf

Unterlagen des Vortrags von Prof. Hübner

6.3 M

7 Fragen zum Sport in Münster an die vier Kandidaten der Oberbürgermeisterwahl 2015

ob-wahl2015.pdf

0.9 M

Talkrunde zum Thema: "Der Sportverein als Bildungsakteur in Münster"

Eine große Runde traf sich im Pascal-Gymnasium (von links): Thomas Lammers (Sportjugend im SSB), Josefine Paul (MdL Bündnis 90/Die Grünen), Ralf Brameier (Schulleiter Pascal-Gymnasium), Hedwig Liekefedt (SPD-Ratsfrau), Prof. Dr. Nils Neuber (Uni Münster), Jens Heinemann (CDU-Ratsherr), Carola Möllemann-Appelhoff (FDP-Ratsfrau) und Michael Heise (Landessportbund).

Die seit August 2015 und noch bis 2017 laufende Kampagne des Landessportbundes NRW „Das habe ich beim Sport gelernt“ ist eine bildungspolitische Initiative, die den Sport in seiner Rolle als Bildungsakteur und Bildungspartner betont. Und die Politk sensibilisieren soll, dem Sport auf dem Gebiet der Bildung größere Anerkennung zukommen zu lassen. Die erste Talkrunde zum Thema fand in Münster statt: Der SSB und die Sportjugend luden zur Diskussion in die NRW-Sportschule Pascal-Gymnasium.

Die Gäste Josefine Paul (MdL Bündnis 90/Die Grünen), Hedwig Liekefedt (SPD-Ratsfrau), Carola Möllemann-Appelhoff (FDP-Ratsfrau), Jens Heinemann (CDU-Ratsherr), Ralf Brameier (Schulleiter Pascal-Gymnasium), Prof. Dr. Nils Neuber (Uni Münster) und Thomas Lammers, Vorsitzender der Sportjugend im SSB Münster, diskutierten unter der Leitung von Michael Heise (Landessportbund). Alle Beteiligten wurden von Heise zunächst aufgerufen, selbst zu erläutern, was sie denn beim Sport gelernt haben. Und das war nicht wenig. Ex-Fußballerin Paul erzählte ebenso von ihren direkten Erfahrungen wie die GW-Marathon-Vorsitzende Liekefedt, der Tennisspieler Heinemann, der Tischtennis-Fachmann Brameier oder die ehemalige Leichtathletin Möllemann-Appelhoff.

„Der Bezug von Sport und Bildung ist uns Wissenschaftlern selbstverständlich“, sagte Sportwissenschaftler Prof. Neuber von der Uni Münster, weithin anerkannter Experte und Autor. Unter anderem er hat auch empirisch belegt, welcher Zusammenhang zwischen Lernen und Bewegung besteht und dass Sport direkt positive Auswirkungen auf Lern-Leistungen hat. „Sport begeistert, Sport stiftet Identifikation, Sport fördert die soziale Kompetenz“, führte er weitere Argumente ins Feld. Und erläuterte zwei Einschränkungen: „Sport ist kein Allheilmittel und kein Selbstläufer.“ Seine Potenziale müssten unter den richtigen Rahmenbedingungen zur Entwicklung kommen.

Josefine Paul sah „keinen Widerspruch“ zwischen Sport und Bildung und forderte zugleich: „Der Sport muss dementsprechend auch seinen Platz einnehmen.“ Für Heinemann war „der Sport schon immer ein Bildungsakteur in der Stadt“ und Möllemann-Appelhoff erklärte, dass Münster den Sport seiner Bedeutung angemessen massiv unterstütze. „Nicht nur mit dem 2,5-Mio-Topf, sondern auch durch unentgeldliche Überlassung von Hallenzeiten.“ Thomas Lammers ist in seiner Funktion aber an Grenzen gestoßen hinsichtlich der finanziellen Förderung. „Hier wird der Sport nicht immer gleich gesetzt mit anderen Anbietern.“

Prof. Neuber erläuterte seinen Standpunkt: „Für die formale Bildung haben wir unser System. Das, was der Sport leistet, ist die Alltagsbildung.“ Und die lebe entscheidend durch die Freiwilligkeit. „Die Menschen schätzen es, im Verein mitgestalten zu dürfen. Und nicht zu müssen.“ Um den Wert des Bildungsakteurs Sport auf lokaler Ebene festzuschreiben – und damit auch Forderungen zu verbinden –  liegt ein Entwurf einer „Münsteraner Erklärung“ vor, die an dem Abend noch nicht abgesegnet wurde. Der SSB-Vorsitzende Jochen Temme will das Papier und seine einzelnen Passagen in den Mitgliedsvereinen diskutiert sehen und erst dann bei der SSB-Mitgliederversammlung verabschieden lassen.

TSV Handorf bietet einen speziellen "Wintersport" an

Das Foto zeigt (oben von links) Martin Heep (TSV Handorf), Thomas Lammers (Sportjugend), Ralf Heyer (TSV Handorf), Sportlehrer Nils Böckmann, Josef Stein vom Sozialdienst für Flüchtlinge und die Kids, die das "Wintersport"-Angebot liebend gerne nutzen. Foto: SSB Münster

Elmana, Sunita, Tuban, Burhan und noch ein paar Kids mehr warten ungeduldig vor der Hallentür, bis Einlass gewährt wird. Los geht’s mit der speziellen Sportstunde in der Turnhalle Middelfeld. An  der Matthias-Claudius-Schule in Münster-Handorf ist neuerdings eine Zeit reserviert für diejenigen, die ganz nahe bei in der Übergangsunterkunft Kirschgarten leben. Benannt nach der Straße ist der zweigeschossige Wohncontainer, der zurzeit 51 Flüchtlinge aus Balkanstaaten beherbergt. Der 51. ist ein Neugeborenes.

Die Verantwortlichen des TSV Handorf, Clubchef Martin Heep und Vize Ralf Heyer, ermöglichen diesen „Wintersport“, also das Bewegungsangebot in den Wintermonaten, wenn das Toben draußen eher eine ungemütliche Angelegenheit wird. Das Duo knüpfte Kontakte, schrieb Anträge, fand eine Hallenzeit und in Nils Böckmann (34) auch einen passenden Übungsleiter. Der vorab TSV-fremde Pädagoge aus Münster, tätig als Berufsschullehrer in Rheine, hatte sich im Internetportal der Flüchlingshilfe Münster-Ost als Ehrenamtlicher eingetragen, der mithelfen möchte.

Das tut er jetzt mit einer Schar junger Menschen, die mit Begeisterung in die Halle stürmen. 15 Kids zwischen sieben und 15 Jahren kamen beim ersten Mal und an Folgenachmittagen auch zwei Mädchen, die nicht in der Unterkunft leben. „Das freut mich besonders“, sagte Josef Stein, der als Sozialarbeiter in Diensten des städtischen Sozialdienstes für die Flüchtlinge am Kirschgarten zuständig ist. Als Leiter der Einrichtung. „Wenn jetzt schon Kinder mitkommen, die mit den jungen Flüchtlingen etwa durch die Schule befreundet sind, haben wir ein Ziel erreicht.“ Eine gewünschte Integration nämlich, auf die alle Seiten so sehr setzen. „Wir wollen diese Sportstunde auch für Nicht-Flüchtlinge offen halten“, beschreibt Josef Stein.

„Jungs aus der Unterkunft spielen Fußball in unseren Mannschaften“, weiß Martin Heep, das die Nähe zum Platz die Hemmschwelle sinken lässt. „Hier in der Halle lässt sich die Winterzeit sicherlich attraktiver überbrücken.“ Und hierher kommen auch die Mädchen. In der Unterkunft gab es ein Vortreffen, auf dem das Angebot erläutert und der Bedarf ermittelt wurde. Nils Böckmann reagiert flexibel, wenn die Kids mit eigenen Ideen kommen und muss die beachtliche Altersspanne zudem berücksichtigen. Wenn sich die drei ein bisschen älteren Jungs lieber mit dem Fußball beschäftigen und auf zwei Mini-Tore spielen wollen, geht das auch.

Thomas Lammers, der Vorsitzende der Sportjugend im SSB Münster, ist für die Clubs der Ansprechpartner beim Thema „Sport für Flüchtlinge“. Er weiß, dass inzwischen über 30 Projekte von den Vereinen Münsters mit Leben gefüllt werden. Und setzt darauf, dass auch durch Fördermittel neue hinzukommen und etabliert werden.

FLVW, Fußbalkreis Münster und SSB arbeiten bei der Qualifizierung für die Sportvereine zusammen!

Bilder der Vertragsunterzeichnung am 07.08.2015
Jochen Temme (SSB), Norbert Reisender (FLVW)

Junge Flüchtlinge im Schwimmkurs: "Tolle Kinder und große Fortschritte"

Foto: SSB Münster

Dem traurigen Phänomen, dass immer weniger Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund schwimmen können, begegnet Münster zum dritten Mal in den Sommerferien mit einer konzertierten Aktion. In Zusammenarbeit von Schulsozialarbeitern, Sport- und Schulamt sowie der Bildungswerk-Außenstelle des Landessportbundes im Stadtsportbund Münster wurde das Ostbad zum Treffpunkt von 14 jungen Flüchtlingen zwischen zehn und 17 Jahren. Der zehntägige Schwimmkurs, dessen Kosten das Schulamt übernahm, fand seinen Abschluss in der Seepferdchenprüfung.

„Die allermeisten packen das“, war WWU-Sportstudent Daniel Zabel sicher. Zusammen mit seiner Kommilitonin Julia Göcken steuerte er den Kurs als Übungsleiter des Bildungswerks. Mit klaren Ansagen und viel Verständnis für den Drang der gemischten Gruppe, sich auch austoben zu wollen. „Das sind alles tolle Kinder, die große Fortschritte gemacht haben“, sagt Zabel.

Rosalinda kommt aus dem Kosovo und war mit ihren 14 Jahren nie zuvor in einem Schwimmbad. „Sie sie sogar vom Drei-Meter-Brett gesprungen“, lobt Julia Göcken den Mut der Neuanfängerin. „Wichtig ist jetzt, dass sich alle trauen, ins Schwimmbad zu gehen. Die Sicherheit dazu haben sie jetzt, sich im Wasser richtig bewegen zu können.“ Wie all die anderen, ob aus Syrien oder Serbien, ist Rosalinda seit mehr als einem halben Jahr in Münster und spricht die deutsche Sprache bemerkenswert gut.

Der SSB-Geschäftsführer Dietmar Wiese hält derlei Angebot für unbedingt notwendig angesichts der Entwicklungen im Schwimmsport. „2014 galten 150 Kinder in Münster, die die Grundschule verließen, als Nichtschwimmer“, hat er eine Zahl parat. Prozentual schneidet die Gruppe der Kids mit Migrationshintergrund noch schlechter ab – sie aber teilhaben zu lassen am gesellschaftlichen Leben, ist das erklärte Ziel.

Dieser Kurs kam zustande durch das Engagement von Peter Voß, Schulsozialarbeiter an der Hauptschule Coerde. Winfried Reher, Leiter Fachstelle Bäder im Sportamt, sorgte für die Schwimmzeiten. „Wir machen das möglich, auch wenn wir uns gerade im Sommer in unseren Grenzen bewegen.“ Die künftigen Seepferdchen-Trägerinnen und -Träger und deren Eltern werden es ihm danken.

Freiräumer-Tour hält in Münster und bekommt Besuch von der Ministerin

Bausteine sind Statements, finden auch (von links) Julian Lagemann (Sportjugend NRW), Ministerin Svenja Schulze, Rainer Roth (Vorsitzender Sportjugend NRW) und Thomas Lammers (Vorsitzender Sportjugend im SSB Münster). Foto: SSB Münster

Die große Freiräumer-Tour machte am 20. Juni 2015 einen Stopp in Münster. Und am Harsewinkelplatz stapelten sich die bunten Spielbausteine. Die Sportjugend NRW und die Sportjugend im SSB Münster begrüßten während ihrer Aktion Svenja Schulze aus Münster, die Landesministerin für Innovation, Wissenschaft und Forschung sowie Rainer Ruth, den Vorsitzenden der Sportjugend NRW, als Unterstützerin und Unterstützer der Sache.

Seit Monaten werden landesweit die stapelbaren Spielbausteine an Vereine und Einrichtungen zur Unterschrift an jene ausgegeben, die die Forderungen des „Bündnis für Freiräume“ des Landesjugendrings unterstützen. Am 29. September 2015 geht es vor den Düsseldorfer Landtag, wo alle Bausteine zusammengesetzt werden und symbolisch einen Raum ergeben – einen Freiraum eben, den zu schaffen für Heranwachsende dringend angezeigt sei in der heutigen Zeit. „An dem Tag hab' ich Geburtstag“, sagte Svenja Schulze. Und ließ notgedrungen offen, ob sie dann im Landtag weilt. Einst als Pfadfinderin ehrenamtlich aktiv, weiß sie sehr gut einzuschätzen, welchen Wert ein solches Engagement hat. Für sich selbst und die Gemeinschaft.

„Die Aktion erfreut sich großer Beliebtheit“, wusste Rainer Ruth von breiter Akzeptanz der Bausteineverteilung zu berichten. Thomas Lammers, Vorsitzender der Sportjugend im SSB Münster, hat schnell nachgeordert: „Jetzt haben wir 5000 Steine mit Unterschrift. 2000 sind noch bei den Vereinen.“ Mehr als ein Dutzend Clubs beteiligen sich in Münster. 35.000 der bunten Steine sind landesweit bereits beschriftet worden. Ein klares Statement sieh darin Julian Lagemann aus Steinfurt, FSJler der Sportjugend NRW und mit der Durchführung der Tour beauftragt.  

Das alles soll aufzeigen, dass es nötig ist, jungen Menschen neben dem Lernen in der Schule oder der Uni sowie der Ausbildung Zeit für sich selbst einzuräumen – auch für Bewegung, Spiel und Sport, auch und gerade für ein Ehrenamt im Verein, für Begegnungen und Kreativität. Oder zum Abschalten. Die „Entschleunigung“ muss Einzug halten, finden die Organisatoren. Das Bündnis für Freiräume hat auf seiner Internetpräsenz alle Forderungen formuliert. „Junge Menschen brauchen Zeit, um eigene Erfahrungen zu sammeln, sich eine eigene Meinung zu bilden und sich zu engagieren“, heißt es zum Beispiel.

Dritter Bewegungskindergarten in Münster zertifiziert

In Münster sind jetzt drei Kindertagesstätten offiziell als „Bewegungskindergärten des Landessportbundes NRW“ anerkannt. Mit den Wersepiraten im Stadtteil Handorf erhielt bereits die zweite mit dem TSV Handorf kooperierende Einrichtung am 12. Juni 2015 das Zertifikat. Und macht sich keine 16 Monate nach Einzug im ehemaligen Partydampfer auf in eine bewegte Zukunft.

Ein beachtliches Tempo hat das 15-Team um die Kita-Leiter Dirk Gerding und Nicole Wigand vorgelegt, deren Kita-Schiff von der Elterninitiative Regenbogen-Kindertagesstätten Münster e.V. unter Segel gesetzt wurde. Gerding fand es selbst erstaunlich, dass binnen so kurzer Zeit nicht nur 55 Kinder „anheuerten“, sondern auch noch die Bedingungen zum neuen Prädikat erfüllt worden sind. „Die Resonanz auf unser Schiff war super, der Rückhalt in Handorf ist sehr groß“, wertet der Bösenseller Gerding. Die Kleinen identifizieren sich mit dem Charakter der Kita voll und ganz. „Sie sagen morgens daheim sogar: Wir gehen jetzt ins Schiff.“

Gemäß dem eigenen Ansatz, vor Ort zu ankern und vernetzt sein zu wollen, kam die Möglichkeit genau passend, mit dem TSV zusammen das Thema Bewegung anzupacken. „Die Zertifizierung ist eine Bestätigung für unser ganzes Team“, freute sich Gerding, als der Sportjugendvorsitzende Thomas Lammers die Urkunde überreichte. Lammers wusste auch, dass durch eine Initiative der Eltern und Handorfer Geschäftsleute jüngst er die Anschaffung eines kleinen Trampolins ermöglicht wurde. Der SSB-Geschäftsführer Dietmar Wiese dankte seinerseits dem TSV-Vorsitzenden Martin Heep für das neuerliche Engagement des Clubs, der bereits mit der Kita Villa Kunterbunt kooperiert in Sachen Bewegung.

Die Bewegung altersgemäß in den Fokus zu nehmen auf den 558 Quadratmetern Innen- und 1200 qm Außenfläche, verschreibt sich das Kita-Team nun ausdrücklich. „Wir werden den Austausch mit dem TSV aufbauen und vielfältig leben“, ist Gerding sicher, dass zwei Seiten profitieren können. Sechs seiner Teammitglieder haben bereits in Schulungen das nötige Know-how erhalten, acht weitere sind zu Kursen angemeldet, in denen altersgerechte Angebote erlernt werden. „Generell muss man leider konstatieren, dass die Kinder heutzutage weniger aktiv sind“, bestätigt Gerding die  Resultate aus bundesweiten Untersuchungen. „Wir wollen alles tun und alle Räume nutzen, um Lust auf Bewegung zu entfachen.“

Mitglieder des Sportausschusses boulen bei Borussia Münster

Zum Boulen bei Borussia Münster eingeladen hatte der Vorstand des Stadtsportbundes Münster (SSB) die Mitglieder des Sportausschusses. Beim auch in Münster beliebten Kugelsport ging es zwischen diesen beiden „Fraktionen“ um das bessere Kennenlernen und den lockeren Austausch abseits der Pflichtprogramme. Nach Auszählung der Punkte saß man noch im Boule-Park am Grill beisammen.

SSB-Geschäftsführer Dietmar Wiese feiert das 25-jährige Dienstjubiläum


Fotos: SSB

An das Arbeiten im zehn Quadratmeter kleinen Geschäftszimmer am Breul unter dem Dach der TG Münster erinnert sich Dietmar Wiese noch gut. 1990 steuerte er als ABM-Kraft die Zentrale des Stadtsportbundes, für die der damalige Vorsitzende Prof. Günter Willmann die Notwendigkeit einer Stellenschaffung erkannt hatte. Am 15. Februar 2015 blickt der mittlerweile 58 Jahre alte Dietmar Wiese, das weithin bekannte wie markante Gesicht des SSB Münster, auf sein 25-jähriges Dienstjubiläum zurück.

In diesem Vierteljahrhundert blieb der hauptamtliche Geschäftsführer sich selbst und an entscheidender Schnittstelle seinem hartnäckigen Engagement für den Sport treu. Die Selbstbeschreibung mit den Worten „Ich habe ja nie meine Klappe gehalten“ könnten auch Außenstehende so formulieren. Bequem hat er es sich und anderen nie gemacht, wenn es um die Sache geht. „Es ist unsere Aufgabe dafür zu sorgen, dass die Vereine vernünftige Bedingungen haben, unter denen es Spaß macht, den Sport zu organisieren – und nicht alleine einen Mangel verwalten zu müssen.“ Gerne vertrat er SSB-Interessen im Sportausschuss, im Ausschuss für Kinder, Jugendliche und Familien und im Landschaftsbeirat.

Mit dem Vereinssport kennt sich Dietmar Wiese aus. Der Fußballer wechselte beim SC Preußen Münster als D-Jugendlicher ins Tor. Eine Position, die ihm schon väterlicherseits nicht fremd war. Der Papa stand im Handball als Nummer eins seinen Part. Talent und Format verschafften Dietmar Wiese eine Chance bei der DJK Gütersloh, wo auch Karl-Heinz „Kalli“ Feldkamp sein Trainer war. Der Keeper der Westfalenauswahl  kam bis 1981 für Gütersloh, den DSC Wanne-Eickel und die Spielvereinigung Erkenschwick auf 77 Zweitligapartien. Spielzeiten für den ASC Schöppingen, den SV Langendreer 04 in Bochum und bei Davaria Davensberg rundeten die Karriere ab.

Nach dem 1974 erlangten Abitur am Hittorf-Gymnasium und der Zeit in der Bundeswehrsportschule Warendorf zog es Dietmar Wiese an die Uni zum Lehramtsstudium. Neben dem Fach Sport verschrieb er sich der Geographie und tauchte nach dem Referendariat in Rheine 1986 mit dem Examen in der Tasche auf dem damals schwierigen Arbeitsmarkt auf. Lehrerstellen gab's so gut wie keine. Zumal Dietmar Wiese auch als Berater und Trainerausbilder für den Fußballkreis tätig war, setzte er einen neuen Berufsschwerpunkt. Auf die vom SSB ausgeschriebene Stelle bewarb er sich erfolgreich.

Im Februar 1993 wurde Dietmar Wiese hauptamtlich eingestellt, eine Beschäftigung in Anlehnung an den öffentlichen Dienst. Der SSB-Vorsitzende Willmann machte sich auch mit dieser Maßnahme die konsequente Weiterentwicklung des Breitensports in den Vereinen zu eigen. Ab den 1990er Jahren mischte sich der SSB mehr ein, trat entschlossener auf und ergriff Partei. Längst steuert der SSB die Mittelzuweisungen der Stadt Münster in seinem Bereich im Rahmen frei von ihm verfügbarer Mittel. Der Etat des SSB liegt inzwischen bei rund 600.000 Euro.

„Natürlich bin ich auch als Lobbyist gefordert“, tritt Dietmar Wiese gleich an einigen Stellen „gemäß der klaren Rollenverteilung im Vorstand“ als Verfechter und Fordernder auf. Ungerechtigkeiten jedweder Art „kann ich nicht ertragen.“ Ungebrochen ist sein Eifer im Kampf gegen Schieflagen. „Ich bin offen und ehrlich und kann gut damit leben, wenn man mir ebenso gegenübertritt.“ In Gremien, Ausschüssen oder Vereinsgesprächen vertritt er den seit April 2010 amtierenden SSB-Vorsitzenden Jochen Temme. Auf die Uhr schaut er dabei nie. So ein Job ist nur mit Leidenschaft und größter Überzeugung zu stemmen. Temme hat guten Grund zu dieser Wertung: „Einen besseren Geschäftsführer für den Stadtsportbund Münster kann ich mir nicht vorstellen!“

Erholung sucht und findet Dietmar Wiese, der fließend englisch und französisch spricht, in schöner Regelmäßigkeit weit weg: Die vielen Reisen nach Fernost oder Nordamerika mit Frau, Sohn und Tochter sind ihm lieb und wichtig. „Es kann einem doch nichts Besseres passieren, als auf diese Art den Horizont zu erweitern und auch in anderen Ländern zu gucken, wie dort Sport organisiert wird.“

Drittes Netzwerktreffen beim SSB: Aktionen und Perspektiven des Programms "Bewegt GESUND bleiben" in 2015

Mit einem gesunden Frühstück in die Tagung starteten (hinten v. links) Stefanie Schuer, Astrid Markmann, Dieter Strohwald, Gabi Völker-Honscheid sowie (vorne v. links) Horst Rövekamp, Ralf Heyer, Dr. Christiane Bohn und Jan Meyer-Brenken. Foto: SSB Münster

Die Sportvereine Münsters wollen und werden sich auch in 2015 offensiv und konkret als kompetenter Anbieter von gesundheitsorientierten Angeboten aufstellen. Die im Stadtsportbund Münster (SSB) organisierten Vereine verstehen sich als der Partner im Netzwerk Gesundheit und leben den Austausch untereinander. Auf Einladung von Projektkoordinatorin Gabriele Völker-Honscheid wurde das dritte Netzwerktreffen der Vereinsvertreterinnen und Vertreter mit konkreten Beschlüssen beendet.

Die im Arbeitskreis aktiven Astrid Markmann (SC Nienberge), Stefanie Schuer (TSC Münster-Gievenbeck), Dieter Strohwald (TuS Hiltrup), Horst Rövekamp (Borussia Münster), Ralf Heyer (TSV Handorf) und Jan Meyer-Brenken (Verein für Gesundheitssport und Sporttherapie) widmeten sich dieses Mal den Aktionen und Perspektiven für 2015. Den Workshop zur Ideensammlung moderierte die Sportwissenschaftlerin Dr. Christiane Bohn. Mit dem Ergebnis, dass die sich dem Thema widmenden Vereine gezielt "die Bewegungsmuffel ansprechen wollen, denen der Zugang zu Sport und Bewegung im Sportverein bislang noch fehlt."

Die Netzwerkpartner wie Ärzte und Apotheker sollen angesprochen werden auf ihre Möglichkeiten, mitzuwirken – gewünscht wird vom Arbeitskreis, einen Aktionstag "Bewegt GESUND bleiben" in 2015 mit diesen Partnern umsetzen zu können. Ärzte wie Apotheker sollen konkret angesprochen werden. Zudem werden Möglichkeiten ausgelotet, geeignete Marketinginstrumente zu finden, die wie eine öffentlichkeitswirksame Medienarbeit das Thema in den Vordergrund bringen können. "Wir wollen vermitteln, dass Bewegung eine Notwendigkeit ist, die Gesundheit positiv zu beeinflussen", wertete Gabi Völker-Honscheid für alle.

23 Vereine in Münster bieten, das ergab die Auswertung einer Befragung, insgesamt 480 Angebote zu den Themenbereichen Prävention und Rehabilitation an. Das Paket zu bündeln und für jene nutzbar zu machen, die angesprochen werden sollen, bleibt ein Ziel des Arbeitskreises, der eine eigene Info-Broschüre in der Planung hat.

Diplom-Sportlehrerin setzt Landesprogramme für den SSB Münster um

Gabriele Völker-Honscheid

Die vom Landessportbund initiierten strategischen Programme „Bewegt ÄLTER werden in NRW!“ und „Bewegt GESUND bleiben in NRW!“ werden im Bereich des Stadtsportbundes Münster (SSB) künftig von der Sportpädagogin Gabriele Völker-Honscheid verantwortet. Die freiberuflich tätige 49-Jährige ist vom Fach: Als Vorsitzende des geschäftsführenden Vorstands des Vereins für Gesundheitssport und Sporttherapie Münster (VGS) bringt die Diplom-Sportlehrerin sowohl Know-how als auch Netzwerkkontakte ein.

„Genau darum geht es in nächster Zeit: Wir wollen die Bewegungsangebote der münsterischen Vereine zu beiden Programmen bekannt machen und Transparenz erzeugen“, hat Gabriele Völker-Honscheid gemeinsam mit dem SSB einen Hauptbedarf erkannt. „Die Koordination zwischen den Anbietern, also auch den Vereinen, den Multiplikatoren wie Ärzten und Krankenkassen, der Stadt und dem SSB soll sich wiederfinden in einem Überblick über alles, was es in Münster an Gesundheitsförderung durch Bewegung gibt.“

Ziel sei es, mittelfristig gut aufgestellt zu sein und Sport und Bewegungsangebote sowohl für „junge Ältere, für Ältere“ als auch für „Hochaltrige“ anbieten zu können. Und das präventiv wie rehabilitativ. „Es soll keine isolierten Gesundheitsinseln geben, sondern ein abgestimmtes Miteinander aller Seiten.“

Die beiden Bereiche bilden zum Teil eine Schnittmenge. „Ich möchte auch auf die fließenden Übergänge hinweisen, auch wenn die Eigenständigkeiten der Bereiche ihren Sinn und Zweck haben“, wertet Gabriele Völker-Honscheid. Die Prävention von Krankheiten und die Rehabilitation nach Erkrankungen stehen im Programm „Bewegt GESUND bleiben in Münster“ im Mittelpunkt. „Wir möchten die Menschen dazu motivieren, den Sinn der Maßnahmen zu erkennen und Freude daran zu entwickeln.“ Dem demographischen Wandel „muss Rechnung getragen werden, um das Leben im Alter zu gestalten“, ist auch Gabriele Völker-Honscheid überzeugt. Die Angebote unter dem Titel „Bewegt ÄLTER werden in Münster“ sollen „niemanden“ ausschließen. Älter wird schließlich jeder jeden Tag.“

Bewegung und Sport als Gesundheitsfaktor sind auch Schlüsselfaktoren für neue Maßnahmen, die der SSB zusammen mit Vereinen und  im Netzwerk Gesundheit anbieten möchte. „Wir werden in Beiräten und Arbeitskreisen beraten und planen, um dann angelehnt an die Bedarfe wohnortnah die Angebotspalette zu optimieren.“ Alle Bürger Münsters sind die Zielgruppe und der Sportverein soll künftig verstärkt auch für Ältere Ansprechpartner sein und kompetenter Partner in Sachen Gesundheit und somit Prävention wie Rehabilitation.

Thomas Lammers verantwortet jetzt den vielfältigen Bereich "NRW bewegt seine Kinder"

Thomas Lammers (Foto: Martin Weygardt)

Der zuletzt beim Stadtsportbund Münster (SSB) von Stefanie Tannert verantwortete Bereich „NRW bewegt seine Kinder“ ist in die Zuständigkeit von Thomas Lammers gerückt. Der 31 Jahre alte Lehramtstudent hat die vom Landessportbund finanzierte halbe Stelle angetreten. Den münsterischen Vereinen ist Lammers längst bekannt als ehrenamtlich tätiger Vorsitzender der Sportjugend im SSB.

„Tatsächlich vermischen sich jetzt ein paar Aufgaben aus beiden Bereichen“, brauchte Lammers keine lange Anlaufzeit im neuen Job, kennt er doch etliche Belange und Zuständigkeiten ebenso wie er die Zusammenarbeit mit der SSB-Spitze gar nicht neu aufbauen muss.

In vier  Schwerpunktfeldern wird er das Landesprogramm auf SSB-Ebene umsetzen: Im „Offenen Ganztag“ gilt es, die Zusammenarbeit zwischen Schulen und Vereinen zu forcieren und sportliche Angebote für Schülerinnen und Schüler auszubauen. Die Zusammenarbeit mit der Bezirksregierung personifiziert sich in einem von ihr gestellten „Tandempartner“, mit dem sich Lammers abstimmt. In Sachen „Bewegungskindergarten“ wird er die Strukturen zum Ausbau dieser Angebote schaffen sowie für Fortbildungen der in diesem Bereich Tätigen sorgen.

Das weite Feld der „Außersportlichen Jugendarbeit“ ist Lammers durch die Sportjugendtätigkeit bestens bekannt und die „Kommunale Netzwerkarbeit“ ebenso, in der mit allen zuständigen Stellen in Münster Kooperationen und abgestimmte Herangehensweisen umgesetzt werden.

Rahmenabkommen zwischen den Stadtwerken und dem SSB Münster unterzeichnet. Ihr Vereins-Antrag zum Download.

Rahmenvereinbarung-Vereine-Stadtwerke-SSB-Ms.pdf

3.2 M

Stadtwerke-MS-Vereine-Preise-ab1-7-2013.pdf

572 K

Beitrittserklaerung.pdf

49 K

Wieder Rekordzahlen beim Stadtsportbund Münster

Zum 31.1.2016 mehr als 91.500 Mitglieder

Anders als in vielen Städten und Gemeinden in Nordrhein-Westfalen wächst  der organisierte Sport in Münster weiter und weiter…Waren es im Jahr 1990 noch rd. 76.000 Mitglieder und im Jahr 2000 noch rd. 77.000 Mitglieder in den SSB-Vereinen, so wird  in diesem Jahr erstmals die Schallgrenze von 90.000 Mitglieder in den rd. 200 SSB-Mitgliedsvereinen mit exakt 91.503 Mitgliedern übertroffen! Kämpfen Städte wie Düsseldorf und Köln mittlerweile mit Organisationsgraden von rd. 25 Prozent und einer sich  stetig  erhöhenden Zahl von Mitgliedern in kommerziellen Einrichtungen wie Fitness-Studios ( 30 und 25%), so ist Münster davon weit entfernt: Organisationsgrad von rd. 30 Prozent, trotz Einwohnerzuwachs,  und einem Marktanteil der Kommerziellen von ca. 12 Prozent!

Die Ursachen für den überragenden Anteil des organisierten Sports in Münster liegen sicherlich an der Vielfalt der Angebote, sowohl für jede Altersgruppe als auch für unterschiedliche Leistungsvermögen bis hin zur Rehabilitation durch Sport, aber sicherlich auch an der guten Qualität, gewährleistet durch viele lizensierte Übungsleiter und Trainer und viele Helfer in den immer noch überwiegend ehrenamtlich organisierten rd. 200 Sportvereinen in unserer Stadt.

Von den mehr als 91.500 Sportvereinsmitgliedern sind mehr als  54.000 männlichen Geschlechts, mehr als 37.000 weiblichen, also ca. 40 Prozent!

Mit mehr als 20.000 Jugendlichen bis 18 Jahre ist die SSB-Sportjugend der mit Abstand größte Interessenverband für Kinder und Jugendliche in Münster. Dies macht deutlich, wie wichtig Sportvereine auch als Lernorte sind und als Orte von Integration, Inklusion, Toleranz und von Leistungsvergleichen. Breitensport und Leistungssport funktionieren neben- und miteinander. Prävention ist sehr wichtig, aber auch der rehabilitative Bereich ist wichtig und wird in vielfältiger Form angeboten, vom Herzsport bis hin zu Sport bei Diabetes, vom ambulanten Rehasport bis hin zur Gymnastik im Wasser u.v.m. .

Die Sportvereine in Münster wachsen stetig weiter. Dies wird sich auch ob des prognostizierten Bevölkerungszuwachses in den nächsten 10 Jahren nicht ändern. Begrenzende Faktoren bleiben Sporträume und Übungsleiter.

2016, wieder ein Rekordjahr in den Münsteraner Sportvereinen!

SSB Mitglieder-Statistik

2016-Mitgliederzahlen-Muenster.pdf

360 K

Qualifizierung

Broschuere_FA_2014_1.pdf

Fortbildungs-Programm 2014 der Freiwilligen Akademie Münster

410 K

Sportvereine und offener Ganztag in Grundschulen in Münster

Sportangebot2014_2015.pdf

220 K